Hohenloher Land
Die Region Hohenlohe liegt geographisch im Nordosten von Baden-Württemberg. Teile des bayerischen Frankens werden auch heute noch der Region Hohenlohe zugeordnet. Ursprünglich meinte man mit dem Begriff Hohenlohe die auch heute noch existierende Adelsfamilie Hohenlohe und die Grafschaft Hohenlohe.
Hohenlohe wird württembergisch
Aus der Grafschaft Hohenlohe wurde später das gleichnamige Fürstentum. Im Jahre 1806 veränderten politische Ereignisse die Region Land komplett: Hohenlohe wurde in das Königreich Württemberg eingegliedert. Die Stadt Schwäbisch Hall wurde dadurch ebenfalls württembergisch und verlor ihre vorherige Unabhängigkeit als freie Reichsstadt.
Im geographischen Sinne blieb der Begriff Hohenlohe bis heute erhalten. Die Hauptlinien Hohenlohe-Neuenstein und Hohenlohe-Waldenburg haben sich dann im weiteren Verlauf in zusätzliche Zweige geteilt - z.B. Hohenlohe-Langenburg, Hohenlohe-Waldenburg oder Hohenlohe-Ingelfingen.
Einst ein riesiges Urmeer
Versteinerungen von Muscheln, Fischschuppen, Stachelhäutern, Seelilien, Armfüßern und Sauriern am Kocher, an der Jagst und in Steinbrüchen belegen, dass die Hohenloher Gegend in der Urzeit in ein riesiges Meer eingebettet war - dem so genannten Hohenloher Muschelkalkmeer.
Geologische Lehrpfade dokumentieren die Schichtfolgen von Lettenkeuper und Muschelkalk in den Steinbrüchen und Steinhalden am Kocher, an der Jagst sowie an der Tauber. Die sedimentären Schichten des Bonebeds (Knochenbett) bei Gaildorf wecken nicht nur Begeisterung bei Paläontologen, sondern z.B. auch bei Hobbysammlern.
Auch ohne Hammer und Meißel, sondern bloß mit geübtem Auge kann man bei Spaziergängen im Kocher-, Jagst- oder Taubertal schöne Funde machen.
Neben Versteinerungen wie zum Beispiel Stielgliedern von Seelilien, Schnecken oder Muscheln ist die Wahrscheinlichkeit groß, auch einen Hohenloher Feuerstein oder einen Weiß glitzernden Feldspat als Andenken mit nachhause zu nehmen.





