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Land und Leute

Hohenlohe: Liebenswerte Traditionen (Zum Vergrößern klicken)
Hohenlohe: Kultur bleibt erhalten

Der typische Hohenloher ist ein verschmitzter und fleißiger Mensch und ist tief mit der Region verwurzelt. Landwirtschaftliche und handwerkliche Berufe spielen auch heute noch eine wichtige Rolle beim Brotwerb in der Region. Darüber hinaus gibt es überall Gassen-, Straßen- und Weinfeste, im Volksmund gerne auch als Hocketse (Da hocken/sitzen sie) bezeichnet.

Ein überregionales "Festle" im Hohenloher Land ist das alljährlich in Schwäbisch Hall stattfindende Kuchen- und Brunnenfest der traditionell gekleideten Haller Sieder. Während des Fests wird nachgestellt, wie die Sieder einst die Müllersleute aus der brennenden Stadtmühle gerettet haben. Salz und Sieder haben in Schwäbisch Hall eine lange Tradition. Im 5. Jahrhundert vor Christus entstand in Schwäbisch Hall eine keltische Saline. Althochdeutsch bedeutet der Begriff "daz hal" Saline, daher der Name Hall. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde auf dem Haalplatz Salz gewonnen.

Bekannte Feste im Hohenloher Land

  • Weinbrunnenfest Vellberg
  • Muswiese Rot am See
  • Kuchen- und Brunnenfest Schwäbisch Hall
  • Käsemarkt Wackershofen
  • Gaildorfer Pferdemarkt
  • Gassenfest Eberbach
  • Faschingsumzug Bühlertann
  • Fasching Bühlerzell
Spielen in der Natur - Kindheit in Hohenlohe (Zum Vergrößern klicken)
Unbeschwerte Kindheit

Eine Gegend, die einen nicht mehr loslässt

Diejenigen, die das Hohenloher Land verlassen haben, um in der Ferne oder z.B. in der nahen Landeshauptstadt Stuttgart ihr Glück zu suchen, zieht es immer wieder magisch in das Hohenloher Land zurück. Bei Spaziergängen in der Region erinnern sich die meisten von ihnen an eine unbeschwerte Kindheit in der Natur.

Da sind sie im Sommer barfuss über die bunten Blumenwiesen auf der Hohenloher-Haller Ebene gerannt. Sie haben Schabernack mit den klebrigen Früchten der Großen Klette getrieben und staunend beobachtet wie die Früchte von der Linde propellerartig zu Boden trudeln. Sie erinnern sich an die selbstgebauten Steindämme an den Bachufern und an die gebastelten Herbstfiguren aus den eifrig aufgesammelten Kastanienfrüchten. Vermutlich auch an die unbeschwerten Badefreuden an den kleinen Seen im Sommer und an das Schlittschuh Laufen auf den zugefrorenen Weihern im Winter.

Hohenloher Mundart

Der klassische Hohenloher Dialekt wird nur im Raum um Künzelsau, Schwäbisch Hall, Bad Mergentheim, Öhringen und Crailsheim gesprochen. Der Dialekt ist eine besondere Variante des Südfränkischen (Heilbronn). Im Norden und Osten grenzt er ans Ostfränkische (Würzburg, Nürnberg), im Süden grenzt er ans Schwäbische. Es gibt aber Unterschiede zum Schwäbischen, es wird nicht genäselt.

Im südlichen Teil Hohenlohes wird "e" zu einem schwäbischen "ä" (zum Beispiel: Leben, "Leewâ", "Lääwâ"). Das rollende fränkische "R" tritt nur im Norden bei Blaufelden auf. Überdies variiert die Aussprache einzelner Wörter oft von Ort zu Ort. Das Hohenlohische in seiner ursprünglichsten Form ist heute kaum noch anzutreffen.

Bekannte Vertreter der Hohenloher Mundart sind z.B. Herbert Schüßler, Manfred Wankmüller, Gottlob Haag, Martha Faber, Wolfram von Eschenbach sowie die Band Annâweech.

Einige Begriffe "Hohenlohisch"

Babbâdeggl = Führerschein
Bix = Dose, Büchse
drundernei = dazwischen
Fischlich = Fisch(e)
Glumb = minderwertiges Teil
Guâtslich = Bonbons
Hittlich = kleine Hütten, Häuser
Wibbelich = Langenburger Gebäck

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