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Fauna

Der Maikäfer lässt sich im heimischen Garten gerne blicken (Zum Vergrößern klicken)
Natur vor der Haustür entdecken

Die zum Teil sehr schwer zugänglichen Seitentäler von Kocher und Jagst liefern vielen bedrohten oder scheuen Tierarten einen geeigneten Lebensraum. Die Wasserqualität der Flüsse Kocher, Jagst und Tauber ist als durchgängig gut zu bezeichnen und sorgt damit ebenfalls für das Vorkommen seltener Tierarten.

So ist der farbenprächtige Eisvogel im Kochertal bei Schwäbisch Hall ebenso auf der Jagd nach kleinen Fischen und Bachflohkrebsen wie die Wasseramsel oder der Fischreiher. In den Flussauenlandschaften ist auch der Pirol mit wenigen Brutpaaren noch vertreten. In kleineren Tümpeln und Sumpfgebieten hört man im Sommer oft die Froschkonzerte von Laufrosch oder Gelbbauchunke.

Einwanderer und Rückkehrer

Der Waschbär soll mittlerweile im Kochertal bei Rosengarten ebenfalls heimisch geworden sein. Bei Fichtenau und Schrozberg gibt es wieder ein paar Biber. Häufiger dagegen ist der Kormoran geworden, der den Unmut viele Angler erzeugt, da er angeblich die Fischbestände massiv reduziert.

Auch der Uhu und der Wanderfalke brüten im Hohenloher Land. Die Brutgebiete werden bewacht, da diese beiden Vogelarten während der Aufzucht der Jungen sehr störanfällig sind.

Neue Arten tauchen auf

Neben in Deutschland typischen einheimischen Pflanzen und Tieren findet man im Hohenloher Land zunehmend auch Wärme liebende Arten wie z.B. das Taubenschwänzchen, die Zebraspinne, den Postillon, die Blaue Holzbiene oder die Feuerlibelle - wahrscheinlich eine Auswirkung des Klimawandels in den letzten Jahrzehnten.

Das Jagst- und Kochertal ist ohnehin ein wahres Insektenparadies. Auf den Magerwiesen oberhalb der Flusstäler fliegen farbenfrohe Schmetterlinge wie das Landkärtchen oder der Schwalbenschwanz emsig von Blüte zu Blüte. Sie müssen nur aufpassen, dass sie nicht zur Beute von Zaun- und Bergeidechse oder des Neuntöters werden.

Schwalben im Kuhstall

In den Dörfern und Kleinstädten lassen sich zahlreiche Kulturfolger beobachten. Am alten Kornhaus in Schwäbisch Hall gibt es beispielsweise eine größere Mauersegler-Kolonie. Während der Freilichtspielsaison jagen diese schnellen Segler lautstark über den Marktplatz. In vielen Kirchtürmen im Hohenloher Land nisten Turmfalken, Dohlen und Schleiereulen. In Scheunen oder unter Dachvorsprüngen befestigen Mehl- und Rauchschwalbe ihre Nester.

In den dichten Wäldern des Limpurger Lands und des Schwäbisch-Fränkischen Walds gehen der Dachs, der Rotfuchs, das Reh und der Steinmarder auf Nahrungssuche.

 

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